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PEFC - International | Drucken |
Pro Jahr werden zwischen 11 und 15 Millionen Hektar Wald vernichtet - überwiegend in den Tropen. Dies entspricht ca. 300 mal der Fläche der Schweizer Eidgenossenschaft.

Weil es dabei meist um Geld geht, kann dieser Raubbau an der Natur nur mit marktwirtschaftlichen Instrumenten gestoppt werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Waldzertifizierung entwickelt, die auch in Europa für eine stetige Verbesserung der Waldbewirtschaftung sorgt.

PEFC als ursprünglich europäisches System ist heute eine globale Organisation mit dem Ziel einer weltweit nachhaltigen Forstwirtschaft. Hunderte von Forstexperten arbeiten auf allen Kontinenten an der Umsetzung der Pläne, die auf der Umweltkonferenz von 1992 in Rio und deren Nachfolgekonferenzen gefasst wurden: So wie es die Agenda21 vorsieht, ist es ein transparenter Prozess, an dem alle am Wald interessierten Gruppen teilnehmen können.

Heute werden bereits mehr als 255 Millionen Hektar Waldfläche nach den strengen Standards von PEFC bewirtschaftet. Und Millionen von Forstbetrieben setzen auf die Vorteile von PEFC. Damit ist PEFC der Marktführer im Wald.

EntstehungDas Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC (= Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) basiert inhaltlich auf internationalen Beschlüssen der Nachfolgekonferenzen der Umweltkonferenz von Rio (1992). Bei uns in Europa sind dies die Kriterien und Indikatoren, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa (Helsinki 1993, Lissabon 1998, Wien 2003) von 37 Nationen im Pan-Europäischen Prozess verabschiedet wurden.

Der PEFC-Prozess wurde im August 1998 von skandinavischen, französischen, österreichischen und deutschen Waldbesitzern zusammen mit Vertretern der Holzwirtschaft initiiert. Vorausgegangen waren intensive Diskussionen zwischen Repräsentanten dieser Länder. Das PEFC Council (PEFCC) als Dachorganisation wurde offiziell am 30. Juni 1999 in Paris gegründet. PEFCC bildet den Rahmen zur Anerkennung nationaler Zertifizierungssysteme und -initiativen. Das Technische Dokument von PEFCC definiert Anforderungen für Forstzertifizierungssysteme und Standards, die auf nationaler Ebene erfüllt sein müssen, um von PEFC anerkannt zu werden.

Mitglieder38 nationale PEFC-Gremien sind Mitglied im PEFCC (siehe Grafik). In der Schweiz steht der Verein PEFC Schweiz unmittelbar vor der Gründung.PEFC Deutschland unterstützt die seit 01. März 2009 bestehende Geschäftsstelle von PEFC Schweiz in der operativen Tätigkeit. Neben 25 europäischen Ländern sind auch Argentinien (CerFoAR), Australien (AFS), Brasilien (CERFLOR), Gabun (PAFC), Chile (CERTFOR), Kanada (CSA), Kamerun (PAFC), Indonesien (IFCC), Malaysia (MTCC), China (CFCS), Uruguay und die USA (SFI/ATFS) im PEFCC vertreten. Die Zertifizierungssysteme mancher Mitglieder (z.B. Gabun, MTCC, Russland) sind aber noch nicht von PEFCC anerkannt, d.h. haben noch nicht das strenge Anerkennungsverfahren von PEFC erfolgreich durchlaufen.


 

Darüber hinaus wird PEFC von vielen Verbänden der Holzindustrie, des Holzhandels und der Grundbesitzer als außerordentliche Mitglieder unterstützt. Umweltverbände, Gewerkschaften und Vertreter des Einzelhandels wurden ebenfalls eingeladen, sich an dem PEFC-Prozess auf internationaler sowie nationaler Ebene zu beteiligen.

Außerordentliche Mitglieder sind:

  • CEPF (Confederation of European Forest Owners)
  • CEPI (Confederation of European Paper Industries)
  • CEI Bois (European Confederation of Woodworking Industries)
  • ELO (European Landowners Organisation)
  • ENFE (European Network of Forest Entrepreneurs)
  • FEBO (The European Timber Trade/Retailers Association)
  • ETS (European Tissue Symposium)
  • FECOF (European Federation of Community Forests)
  • MECSEA (Manufacturers of Education and Commercial Stationary European Ass.)
  • UEF (Union of European Foresters)
  • USE (Union of Foresters of Southern Europe)

Umweltverbände, Gewerkschaften und Vertreter des Einzelhandels wurden ebenfalls eingeladen, sich an dem PEFC-Prozess auf internationaler sowie nationaler Ebene zu beteiligen.

AnerkennungIm Moment haben 35 nationale Zertifizierungssysteme das Anerkennungsverfahren von PEFC erfolgreich durchlaufen (in Grafik braun eingefärbt). Wie von unabhängigen Gutachtern bestätigt wurde, erfüllen alle Systeme die Anforderungen des PEFCC . Dazu gehören z.B. die Einhaltung internationaler Konventionen und nationaler Gesetze, die Beteiligung aller Interessengruppen bei der Standardsetzung, die Berücksichtigung einheitlicher Leitlinien für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Akkreditierung der Zertifizierungsstellen.

Zwei weitere nationale Systeme (Litauen, Gabun; in Grafik dunkelgrün eingefärbt) befinden sich im Anerkennungsverfahren.


PEFC ist offen für die Anerkennung anderer forstlicher Zertifizierungssysteme auf der ganzen Welt, sofern sie ebenfalls glaubwürdig, freiwillig und transparent sind und Waldbesitzer nicht diskriminieren.

Diese Weltkarte zeigt die 38 nationalen PEFC-Gremien


 

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